Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Familienangelegenheiten

Foto eines lachenden Babys

Foto eines lachenden Babys, © www.colourbox.com

Artikel

Eheschließung

Für die Eheschließung in Singapur sind die zwei folgenden singapurischen Behörden zuständig. Wenden Sie sich mit Detailfragen zur Eheschließung in Singapur bitte direkt an diese Behörden.

Registry of Marriages
Registry of Muslim Marriages  

Soweit Sie für die Eheschließung in Singapur Dokumente aus Deutschland benötigen, wenden Sie sich an das Standesamt am deutschen Geburtsort (z. B. Ausstellung einer Geburtsurkunde) bzw. am letzten deutschen Wohnsitz (z. B. Ausstellung eines Ehefähigkeitszeugnisses).

Allgemeine Voraussetzungen für die Eheschließung in Singapur:

1. Die Verlobten müssen mindestens 21 Jahre alt sein (= Eintritt der Volljährigkeit in Singapur). Ist einer oder sind beide zwischen 18 und 21 Jahre alt, so wird eine Einverständniserklärung der Eltern in englischer Sprache benötigt.
2. Einer der Verlobten muss sich vor Bestellung des Aufgebots („filing a notice of marriage“) mindestens 15 Tage in Singapur aufgehalten haben, die Aufgebotsfrist beträgt 21 Tage.
3. Vorzulegen sind Reisepässe und in Englisch übersetzte Geburtsurkunden.
4. Sollte einer der Verlobten bereits verheiratet gewesen sein, ist die Beendigung der vorherigen Ehe durch Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde nachzuweisen (Original und Übersetzung ins Englische).
5. Ein deutsches Ehefähigkeitszeugnis (siehe unten) Übersetzungshilfe für die Geburtsanzeigekann verlangt werden.
6. Bei der Trauung müssen zwei volljährige Zeugen zugegen sein, die sich durch Vorlage ihrer Pässe ausweisen.
7. Ein Dolmetscher ist erforderlich, wenn einer der Brautleute die englische Sprache nicht versteht.
Informationen zu Übersetzungen finden Sie hier: Übersetzungen

Ehefähigkeitszeugnis

Ein Ehefähigkeitszeugnis ist eine Bescheinigung des deutschen Standesamts zur Eheschließung im Ausland, in dem beide Verlobte genannt sind. Es bescheinigt die Tatsache, dass nach deutschem Recht der beabsichtigten Eheschließung keine bekannten Ehehindernisse entgegenstehen.

Welches Standesamt ist zuständig?

Zuständig für die Ausstellung eines Ehefähigkeitszeugnisses ist das Standesamt des Wohnsitzes des deutschen Verlobten. Besteht kein Wohnsitz in Deutschland, so ist der Standesbeamte des letzten deutschen Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltes zuständig.
Nur wenn niemals oder nur vorübergehend ein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland bestanden hat, ist das Standesamt I in Berlin für die Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses zuständig (§ 69b des Personenstandsgesetzes).

Welche Unterlagen werden benötigt?

Da je nach Standesamt Unterschiede möglich sind, erkundigen Sie sich bitte direkt bei dem für Sie zuständigen Stadesamt bezüglich der benötigten Unterlagen.
Für Anträge beim Standesamt I in Berlin sind in der Regel folgende Unterlagen für beide Verlobte erforderlich:
•    Unterlagen zur Beantragung eines Ehefähigkeitszeugnisses
•    vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular (siehe rechte Spalte)
•    Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde oder Familienbuch beider Verlobten
•    Reisepässe beider Verlobten
•    Singapurische Aufenthaltserlaubnis beider Verlobten
•    ggf. Heiratsurkunden und Eheauflösungsnachweise von Vorehen beider Verlobten (ggf. auch der Anerkennungsbescheid der ausländischen Ehescheidung durch die zuständige deutsche Landesjustizbehörde)
•    amtliche Familienstands- sowie eine Wohnsitz- oder Meldebescheinigung (oder eine eigenhändige Erklärung über Ihren Familienstand und Wohnsitz sowie darüber, daß Sie keinen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben bzw. hatten)

Grundsätzlich müssen alle ausländischen Urkunden in legalisierter Form vorgelegt werden.
Bei Wohnsitz in Deutschland: Alle ausländischen Urkunden müssen zusätzlich mit Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden.

Kein Wohnsitz in Deutschland: Englischsprachige Urkunden bedürfen keiner Übersetzung. Urkunden in anderen Sprachen müssen zusätzlich mit einer Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden.

Gebühren

Die Gebühren für ein Ehefähigkeitszeugnis richten sich nach jeweiligem Recht des Bundeslandes, in dem das zuständige Standesamt seinen Sitz hat. Sie erhalten hierzu zu gegebener Zeit ein Schreiben mit detaillierten Informationen. Die Gebühren für das Ehefähigkeitszeugnis müssen umgehend nach Zahlungsaufforderung auf das innerdeutsche Konto des zuständigen Standesamtes überwiesen werden. Die Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses erfolgt in der Regel erst nach Zahlungseingang.

Bei der Auslandsvertretung fallen bei Antragstellung zusätzlich Gebühren an:
Beglaubigung von Fotokopien: 10 €
Beglaubigung der Unterschriften: 25 €

Die Gebühren werden zum aktuellen Tagskurs der Botschaft in SGD umgerechnet. Die Zahlung kann in bar oder mit einer Kreditkarte der Gesellschaften Visa oder Master erfolgen.

Bearbeitungszeit

Die Bearbeitung eines Ehefähigkeitszeugnisses kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die Deutsche Botschaft hat hierauf keinen Einfluss und kann daher keinerlei Auskünfte über den Stand des Verfahrens erteilen.

Formulare und Hinweise zur Eheschließung

Geburt und Namensgebung

Es besteht keine gesetzliche Pflicht zur Anzeige einer im Ausland erfolgten Geburt eines Deutschen oder zur Beantragung einer deutschen Geburtsurkunde. Die singapurische Geburtsurkunde mit Legalisationsvermerk entfaltet für den deutschen Rechtsbereich auch ihre Wirksamkeit.

Eine Geburtsanzeige nach deutschem Recht oder die Beantragung einer deutschen Geburtsurkunde kann empfehlenswert sein, wenn der Wohnsitz des Kindes z.B. in absehbarer Zeit nach Deutschland verlegt werden soll oder für die Beantragung eines Reisepasses für das Kind eine Namenserklärung notwendig ist.
Die Namenserklärung kann im Rahmen einer Geburtsanzeige abgegeben werden. In jedem Fall ist die Vorsprache beider Elternteile bei der Deutschen Botschaft Singapur erforderlich; bei Kindern ab 14 Jahren auch die Vorsprache des Kindes. Bitte vereinbaren Sie für die Geburtsanzeige und die Namenserklärung einen Termin (siehe unten).

Welches Standesamt ist zuständig?

Zuständig für die Beurkundung der Geburt ist das Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kind oder (wenn das Kind nie in Deutschland wohnte) die antragstellende Person ihren Wohnsitz hat oder zuletzt hatte oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Das minderjährige Kind teilt dabei den Wohnsitz seiner gemeinsam sorgeberechtigten Eltern oder seines allein sorgeberechtigten Elternteils. Eine Zuständigkeit des Standesamts I in Berlin ist nur gegeben, wenn weder das Kind noch die antragstellende Person jemals (auch nicht als Kind) im Inland wohnhaft waren.

Welche Unterlagen muss ich mitbringen?

•    Antrag auf Beurkundung einer Auslandsgeburt (siehe rechte Spalte)
•    Geburtsurkunde des Kindes im Original (nicht laminiert) mit 2 Kopien.
•    Geburtsurkunden der Eltern im Original mit 2 Kopien
•    Reisepässe der Eltern im Original mit 2 Kopien        
•    Bei Kindern über 14 Jahren: Reisepass des Kindes im Original mit 2 Kopien        
•    ggf. Heiratsurkunde der Eltern des Kindes im Original mit 2 Kopien        
•    ggf. Vaterschaftsanerkennung im Original mit 2 Kopien        
•    ggf. Scheidungsurteil der Eltern von Vorehen im Original mit 2 Kopien        
•    Singapurische Aufenthaltsgenehmigung des deutschen Elternteils - im Original mit 2 Kopien
•    ggf. Abmeldebestätigung der Eltern im Original mit zwei Kopien

In Einzelfällen kann die Vorlage weiterer Urkunden erforderlich sein.

Grundsätzlich müssen alle singapurischen/ausländischen Urkunden in legalisierter Form vorgelegt werden.
Bei Wohnsitz in Deutschland: alle ausländischen Urkunden müssen zusätzlich mit Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden.

Kein Wohnsitz in Deutschland: englischsprachige Urkunden bedürfen keiner Übersetzung. Urkunden in anderen Sprachen müssen zusätzlich mit einer Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden.

Gebühren

Die Gebühre für Geburtsanzeigen und damit verbundene Formalitäten richten sich nach jeweiligem Recht des Bundeslandes, in dem das zuständige Standesamt seinen Sitz hat, und betragen ungefähr zwischen €60,- und €80,-. Sie erhalten hierzu zu gegebener Zeit ein Schreiben mit detaillierten Informationen. Die Gebühren für die Beurkundung der Geburt müssen umgehend nach Zahlungsaufforderung auf das innerdeutsche Konto des zuständigen Standesamtes überwiesen werden. Die Beurkundung der Geburt erfolgt in der Regel erst nach Zahlungseingang.

Bei der Auslandsvertretung fallen bei Antragstellung zusätzlich Gebühren an:
Beglaubigung von Fotokopien: 10 €
Geburtsanzeige: 25 €

Die Gebühren werden zum aktuellen Tageskurs der Botschaft in SGD umgerechnet. Die Zahlung kann in bar oder mit einer Kreditkarte der Gesellschaften Visa oder Master erfolgen.

Bearbeitungszeit

Falls Sie in Deutschland nicht gemeldet sind, ist das Standesamt I in Berlin für die Bearbeitung Ihres Antrags zuständig. Wegen der zahlreichen im Standesamt I Berlin eingehenden Vorgänge aus der ganzen Welt ist derzeit mit sehr langen Bearbeitungszeiten  (24- 36 Monate- Tendenz steigend) zu rechnen. Die Deutsche Botschaft hat hierauf keinen Einfluss. Beurkundungsanträge werden im Standesamt I  in Berlin grundsätzlich in der Reihenfolge ihres Einganges bearbeitet. Das Standesamt wird Sie nach Eingang Ihres Antrags und nach Abschluss der Bearbeitung  informieren. Bitte füllen Sie die Erklärung aus und bringen diese bei Einreichung Ihrer Geburtsanzeige mit.

Formulare und Hinweise zur Geburtsanzeige

Vaterschaftsanerkennung, Adoption, Kindesentziehung

Eine Vaterschaftsanerkennung wird immer dann nötig, wenn die Eltern des Kindes nicht verheiratet sind und der Vater festgestellt werden soll. Das heißt, der leibliche Vater wird erst dann vor dem Gesetz als Vater geführt, wenn er eine Vaterschaftsanerkennung unterschrieben hat. Zusätzlich zur Anerkennung muss die Mutter urkundlich zustimmen.

Die Vaterschaft zu einem Kind nicht verheirateter Eltern kann nach deutschem Recht schon vor der Geburt des Kindes anerkannt werden.

Eine Vaterschaftsanerkennung ist unwiderruflich und bedingungsfeindlich (z. B. „Ich erkenne nur an, der Vater zu sein, wenn der Vaterschaftstest positiv ausfällt.“ oder „Ich erkenne das Kind an, sobald es das 7. Lebensjahr vollendet hat.“). Der zustände Konsularbeamte wird Sie ausführlich über Ihre Rechte und Pflichten aufklären.

Verfahren

Im Regelfall wird die Erklärung von beiden Eltern gemeinschaftlich abgegeben. Eine solche Beurkundung wird von der Deutschen Botschaft aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben vorbereitet. Deshalb kann die Beurkundung nur nach vorheriger Terminabsprache vorgenommen werden.
Bitte senden Sie daher alle für die Vaterschaft benötigten Dokumente vorab per Email an die Kontaktadresse. Der zuständige Konsularbeamte wird sich nach Prüfung der Unterlagen und Vorbereitung der Urkunden mit Ihnen in Verbindung setzen, um einen Termin zu vereinbaren.
Beide Eltern und das Kind sollten gemeinsam bei der Vaterschaftsanerkennung zugegen sein. Bitte bringen Sie alle unten genannten Dokumente im Original mit zu dem Termin.

Benötigte Unterlagen

•    Reisepässe beider Eltern
•    Geburtsurkunden beider Eltern
•    Geburtsurkunde des anzuerkennenden Kindes
•    bei vorgeburtlicher Anerkennung: ärztliche Bescheinigung über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin
•    ggf. Reisepass des anzuerkennenden Kindes
•    ggf. Scheidungsurteile von Vorehen beider Eltern
In Einzelfällen kann die Vorlage weiterer Dokumente erforderlich sein.
Ergänzend füllen Sie bitte den folgenden Fragebogen vollständig aus:  
Fragebogen

Zur Vorbereitung der Beurkundung der Vaterschaftsanerkennung schicken Sie uns bitte die oben genannten Unterlagen zunächst per Scan und den ausgefüllten Fragebogen zur Vaterschaftsanerkennung an folgende E-Mail-Adresse (mit dem Betreff „Vaterschaftsanerkennung“): info@sing.diplo.de

Grundsätzlich müssen alle ausländischen Urkunden in legalisierter Form vorgelegt werden. Englischsprachige Urkunden bedürfen keiner Übersetzung. Urkunden in anderen Sprachen müssen zusätzlich mit einer Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden.

Die Beurkundung einer Vaterschaftsanerkennung ist gebührenfrei.

Adoption in Singapur

Auf deutscher Seite ist für Auskünfte zu Adoptionen im Ausland die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption (BZAA) zuständig. Bitte lesen Sie die ausführlichen Informationen auf der Webseite der BZAA.
Webseite des BZAA

Auf singapurischer Seite ist die Family Services Division des Ministry of Social and Family Development (MSF) federführend.
Webseite des MSF

Die Botschaft ist in den Adoptionsprozess nicht involviert.

Bitte beachten Sie: Gem. § 6 StAG erwerben ausländische Adoptivkinder nur dann die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn es sich mindestens um eine „starke“ Adoption handelt. Ob dies zutrifft, wird von den deutschen Behörden / Gerichten entschieden. Daher kann die deutsche Botschaft erst einen Reisepass ausstellen, wenn Sie entweder einen Staatsangehörigkeitsausweis für das Kind oder eine gerichtliche Entscheidung über die Anerkennung der ausländischen Adoption vorlegen (Zeitrahmen für beide ca. 9 Monate). Die Deutsche Botschaft rät zum freiwilligen Anerkennungsverfahren, da dieses zu einem unbefristeten Bescheid führt.

Für die gerichtliche Anerkennung ausländischer Adoptionen, sind die Abt. 51-54 des Amtsgerichts Schöneberg, Grunewaldstr. 66/67, 10823 Berlin, zuständig, wenn der Annehmende (und das Kind) zur Zeit noch im Ausland lebt.

Eine Auflistung der für eine Adoption benötigte Unterlagen finden Sie hier: Benötigte Unterlagen

Kindesentziehung

Das Auswärtige Amt und die deutschen Auslandsvertretungen werden immer wieder bei grenzüberschreitenden Fällen von Kindesentziehung um Hilfe gebeten. Lesen Sie mehr auf der Konsularseite des Auswärtigen Amts:
Konsularinformationen des Auswärtigen Amtes zu Kindesentziehung

Scheidung

Anerkennung einer ausländischen Scheidung

Singapurische und andere ausländische Scheidungsurteile werden in Deutschland erst auf Antrag gegenüber dem zuständigen deutschen Gericht anerkannt. Erst durch die Anerkennung gilt die ausländische Entscheidung auch für den deutschen Rechtsbereich.

Sofern keiner der früheren Ehegatten seinen Aufenthalt in Deutschland hat und in Deutschland auch keine neue Ehe geschlossen werden soll, ist der Antrag über die Deutsche Botschaft an die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin, Abteilung III, Salzburger Straße 21 – 25, 10825 Berlin, zu richten.

Scheidungsurteile aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union - außer Dänemark - bedürfen nicht der Anerkennung, wenn das Scheidungsverfahren nach dem 1. März 2001 eingeleitet wurde.

Weitere Informationen zur Anerkennung Ihrer ausländischen Ehescheidung finden Sie hier:

Merblatt zur Scheidung

Neuregelung der Scheidung

Hinweise des Auswärtigen Amts

Sterbefall

Stirbt ein Angehöriger oder Freund, ist das ein Grund zur Trauer. Bei Todesfällen im Ausland kommen zu der Trauerphase oft noch zusätzliche organisatorische Fragen auf, die geklärt werden müssen.

Wenn Sie z.B. eine Überführung nach oder eine Urnenbestattung in Deutschland wünschen, so gilt es einige Dinge zu beachten. Die Botschaft hilft Ihnen dabei - kontaktieren Sie uns bitte.

Auch helfen wir Ihnen gerne bei der Suche nach Bestattungsinstituten in Singapur, legalisieren die singapurische Sterbeurkunde und beurkunden - sofern gewünscht - den Sterbefall.

Sollte der/die in Singapur Verstorbene eine deutsche Rente bezogen haben, bitten wir Sie, den Rententräger unmittelbar mit Übersendung einer Sterbeurkunde zu informieren.

nach oben